Geld verdienen mit flattr

Aus Tipps, Tricks und Anleitungen
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Hinweis: Der Autor des Artikels ist kein ausgebildeter Fachmann zum Thema. Alle hier getroffenen Aussagen sind nach bestem Wissen sowie gegebenenfalls nach persönlicher Einschätzung des Autors getroffen. Dabei ist es leider nicht auszuschließen, dass einige Angaben veraltet, irreführend oder sonstwie fehlerhaft sind. Letztendlich liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Lesers, die hier gemachten Angaben zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Informationen einzuholen. Der Autor kann und will darum keine Garantie oder Haftung für Probleme oder Verluste, die trotz oder wegen der Befolgung der hier genannten Ratschläge eintreten, übernehmen. Jeder Leser hat natürlich die Möglichkeit, die folgenden Ratschläge nicht zu befolgen oder sie gar nicht erst zu lesen.


Wie kann ich mit dem flattr-Button Geld mit meiner Webseite verdienen?

Die meisten Inhalte im Internet sind kostenlos verfügbar. Dennoch sind Besucher in einigen Fällen bereit, für gute Inhalte zu bezahlen oder die Betreiber von gut gemachten Webseite mit einer freiwilligen Spende zu belohnen. Der Internetdienst flattr hat sich darauf spezialisiert, Besuchern das Spenden auf Webseiten zu ermöglichen. Im Folgenden soll gezeigt werden, wie man mit flattr Geldspenden für die eigenen Webseiten erhalten kann.

Funktionsweise

Der Online-Dienst flattr vermittelt Webseitenbetreibern Spenden, die sie von ihren Besuchern erhalten. Dazu muss sowohl der Besucher als auch der Webseitenbetreiber ein kostenloses Konto bei flattr einrichten. Der Webseitenbetreiber kann dann einen Spendenbutton erstellen, den er auf seiner Webseite einbindet. Der Besucher hingegen überweist Geld an flattr, um seinen Kontostand aufzufüllen und legt einen monatlichen Spendenbetrag fest, den er innerhalb eines Monats verteilen will. Um eine Spende zu verteilen, klickt er auf den flattr-Button einer Webseite, die ihm gefällt und der Webseitenbetreiber erhält dafür Geld.

Die Höhe des Spendenbetrags für den Klick des Besuchers wird erst am Ende des Monats bestimmt und auf das Konto des Webseitenbetreibers überwiesen. Er ergibt sich aus dem Gesamt-Spendenbetrag, den der Besucher für den Monat festgelegt hat, geteilt durch die Anzahl der Klicks, die er gemacht hat. Der Besucher zahlt also im Monat immer genau den Betrag, den er festgelegt hat und dieser Betrag wird unter den Webseitenbetreibern verteilt, die er angeklickt hat. Wenn ein Besucher also 5 Euro im Monat spenden will und klickt auf 10 Seiten, dann erhält jede Seite, die er anklickt, 5 Euro/10 Klicks = 0,50 Euro. Klickt der Besucher in einem Monat auf 250 Spendenbuttons ist jeder Klick 5 Euro/250 Klicks = 0,02 Euro wert. Von diesen Beträgen zieht flattr dem Webseitenbetreiber noch Gebühren ab (siehe nächster Absatz).

Die Spendensummen eines einzelnen Klicks können also sehr gering ausfallen. Die Idee ist jedoch, dass eine Webseite zahlreiche Klicks von unterschiedlichen Besuchern bekommt, die sich dann insgesamt zu einem nennenswerten Betrag summieren. Die Nutzung von flattr ist für Besucher und Webseitenbetreiber kostenlos, allerdings zieht flattr von jedem Spendenvorgang eine Gebühr (derzeit 10%) ab, den der Dienst einbehält. Beim Transferieren von Geldern von außerhalb von oder auf flattr-Konten können bei externen Dienstleistern eventuell Überweisungsgebühren anfallen.

Klappt das überhaupt?

Die Grundvoraussetzung für dieses Spendensystem ist, dass sich genügend Menschen daran beteiligen. Für Spendenwillige macht der Dienst nur Sinn, wenn es genügend Webseiten gibt, wo er seine Gaben "loswerden" kann und Webseitenbetreiber haben nur einen Nutzen, wenn es genügend spendewillige Besucher gibt, die überhaupt ein Konto bei flattr besitzen.

Spendenzahlen

(die Links zu den in diesem Abschnitt geannten Seiten wurden leider entfernt) Die Einnahmen, die Webseitenbetreiber erhalten, sind eine Information, die nur ihnen selbst mitgeteilt wird. Einige Webseitenbetreiber veröffentlichen diese Zahlen jedoch. Eine monatliche Sammlung von solchen veröffentlichten Zahlen findet sich in den monatlichen flattcharts (Stand Juli 2011, neuere Zahlen sind ggf. aber in späteren Artikel des verlinkten Blogs verfügbar). Hier zeigt sich, dass es tatsächlich Webseiten gibt, die Einnahmen durch flattr erzielen. Tatsächlich zeigen frühere Zahlen von Webseitenbetreibern, die ihre Zahlen mittlerweile nicht mehr veröffentlichen, dass es durchaus auch hohe Einahmen geben kann: (Stand August 2010, November 2010, April 2011).

Da nur ein geringer Bruchteil der Webseitenbetreiber überhaupt solche Zahlen veröffentlicht, geben diese Zahlen zwar keinen kompletten Überblick über die gesamten Spenden. Für Webseitenbetreiber ermöglichen diese Zahlen jedoch einen groben Vergleich. Wenn eine dort gelistete Seite "besser" oder "genauso gut" ist wie die eigene Webseite, werden als erste Vermutung auch die zu erwartenden flattr-Einnahmen der eigenen Webseite in diesem Bereich liegen.

Inhaltetypen

Die Einnahmen, die man mit Webseiten erzielen kann, hängen bei flattr stark von den angebotenen Inhalten ab. Bestimmte Webseiten erzielen trotz hohem Ranking und hohen Besucherzahlen nur geringe flattr-Einnahmen. So habe ich selbst mit meinem World-of-Warcraft-Hilfewiki, das mit etwa 100.000 Seitenaufrufen im Monat recht frequentiert ist, bislang noch keinen einzigen flattr-Spendenbetrag erhalten und den Button dort mittlerweile entfernt. In dem kleinen Blog, das ich nebenher betreibe, kommt es dagegen im Schnitt zu etwa 2 Spendenklicks im Monat.

Obwohl man nicht alle Webseiten über einen Kamm scheren kann und es Ausnahmen gibt, läßt sich nach meinen Erfahrungen sagen, dass sich flattr-Buttons lohnen können für folgende Webseitentypen:

  • Blogs
  • Audioblogs / Podcasts
  • Anbieter von Plugins für Internettools wie Blogsoftware, Browser etc.

Auf allen anderen Webseitentypen (Ausnahmen mag es geben), werden flattr-Buttons eher weniger gut angenommen. Das betrifft insbesondere die meisten statistischen Informationsseiten und Wikis. Auch beim Inhaltlichen lassen sich erfolgreiche Muster erkennen. Dabei ist es nicht nötig, dass ein Beitrag alle der unten genannten Voraussetzungen erfüllt, um erfolgreich zu sein. Umgekehrt ist die Erfüllung der unten genannte Punkte keine Garantie für hohe flattr-Einnahmen - aber tendenziell erfolgreicher sind:

  • aktuelle Artikel
  • Artikel, die Meinungen präsentieren (denen der Besucher zustimmt)
  • eher kurze Artikel als zu lange Artikel (die viele Besucher nicht zuende lesen)
  • Artikel über Internetaffine Inhalte (am Besten über flattr selbst)

Eigenes Fazit ziehen

Wenn man die beiden vorigen Abschnitte gelesen hat, sieht man, dass flattr prinzipiell funktioniert. Allerdings scheint es so zu sein, dass nur wenige Webseiten "ernstzunehmende" Einnahmen erzielen, während der Longtail und damit die meisten Webseiten keine oder nur sehr geringe Einnahmen haben. Die beiden vorigen Abschnitte erlauben insbesondere eine grobe Einschätzung, ob sich für die eigene Seite der Einbau finanziell lohnen könnte.

Kosten und Nutzen

Wie bei den meisten Dingen, muss man auch beim Einbau eines flattr-Buttons eine Kosten-Nutzen-Abschätzung machen, ob sich der Einbau auf die eigene Webseite lohnt. Im folgenenden sollen einige Vorteile und Nachteile von flattr aus Sicht des Webseitenbetreibers dargestellt werden:

Vorteile

  • Einnahmen: Je nach Art der eigenen Webseite lassen sich monatliche Spendeneinnahmen erzielen. Wirklich "bedeutende" Einnahmen erzielen allerdings die wenigsten Webseiten.
  • Feedback: Viele Webseitenbetreiber nehmen den flattr-Button als positive Bestätigung von den Besuchern. Jeder flattr-Klick wird als Dankeschön entgegen genommen und erfreut den Webmaster, auch, wenn die Einnahmen gering sein mögen. Allerdings kann es auch sein, dass man nur sehr wenige oder gar keine flattr-Klicks bekommt, weil flattr weit weniger verbreitet ist als zum Beispiel Facebook.
  • Unterstützung: Manche Webseitenbetreiber halten freiwillige Spenden prinzipiell für eine gute und unterstützendswerte Sache. Selbst, wenn man selber nicht übermäßig durch den Button profitiert, signalisiert er doch den Besuchern der Seite, dass es flattr gibt und man wirbt so unter Umständen weitere flattr-Anhänger.

Nachteile

  • Aufwand: Der Einbau des flattr-Buttons ist zwar prinzipiell recht einfach, dauert aber dennoch rasch eine Stunde oder mehr, insbesondere dann, wenn man das Seitenlayout extra deswegen anpassen muss.
  • Platzfrage: Auch wenn der flattr-Button als kleiner Button vorliegt, braucht er dennoch Platz auf der Webseite und zieht Aufmerksamkeit von anderen Dingen ab.
  • Ladezeit: Der flattr-Button erhöht, wenn auch in den meisten Fällen nur geringfügig, die Ladezeiten für die Webseite. Das stört in manchen Fällen nicht nur die Besucher, sondern kann eventuell auch zu einem schlechten Ranking bei Suchmaschinen führen: http://www.sistrix.de/news/941-google-macht-die-ladegeschwindigkeit-zum-rankingfaktor.html.
  • Steuern: Die Einnahmen können einkommens- oder gar umsatzsteuerpflichtig sein. In dem Fall geht nicht nur ein nennenswerter Anteil der Einnahmen verloren, sondern es wird oft auch zusätzlicher Verwaltungsaufwand nötig.
  • Haftung: Durch Maßnahmen zum Geld verdienen kann die eigene Webseite unter Umständen bei Rechtsstreitigkeiten anders bewertet werden (wegen "Gewinnerzielungsabsicht") als eine rein private Adresse. Zudem besteht die Gefahr, dass der Webseitenbetreiber konkret für andere Seitenelemente (zum Beispiel Datenschutz) haftet, selbst wenn er nur begrenzt Einfluss auf ihren Inhalt hat.

Einbau auf die Webseite

Der Artikel "Flattr in Wordpress-Blog einbauen" in diesem Wiki beschreibt speziell den Einbau des flattr-Buttons in ein Wordpress-Blog, was einer der häufigsten Einbaufälle ist. In dem Artikel wird jedoch auch genau beschrieben (dort im Abschnitt "Wie kann ich einen Flattr-Button auf eine beliebige Webseite einbauen?"), wie man einen flattr Button auf einer normalen Internetseite einbauen kann.

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