Jonglieren lernen

Aus Tipps, Tricks und Anleitungen
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Hinweis: Der Autor des Artikels ist kein ausgebildeter Fachmann zum Thema. Alle hier getroffenen Aussagen sind nach bestem Wissen sowie gegebenenfalls nach persönlicher Einschätzung des Autors getroffen. Dabei ist es leider nicht auszuschließen, dass einige Angaben veraltet, irreführend oder sonstwie fehlerhaft sind. Letztendlich liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Lesers, die hier gemachten Angaben zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Informationen einzuholen. Der Autor kann und will darum keine Garantie oder Haftung für Probleme oder Verluste, die trotz oder wegen der Befolgung der hier genannten Ratschläge eintreten, übernehmen. Jeder Leser hat natürlich die Möglichkeit, die folgenden Ratschläge nicht zu befolgen oder sie gar nicht erst zu lesen.


Wie lernt man mit drei Bällen zu jonglieren?

Einleitung: Die Anleitung ist für Rechtshänder geschrieben, Linkshänder müssen alle Angaben entsprechend vertauschen. Die einzelnen Lernschritte müssen einigermaßen sicher nacheinander gelernt werden, allerdings kommt es nicht auf absolute Perfektion an. Das heißt, wenn man einen Schritt einigermaßen sicher beherrscht, kann man den nächsten Schritt versuchen. Als Jongliermittel sollte man drei weiche gleichartige Gegenstände wählen. Am besten geeignet sind Jonglierbälle, aber auch zusammengerollte Socken oder ähnliches lassen sich verwenden. Zu leichte Gegenstände, wie etwa Papierkugeln sind für Anfänger eher ungeeignet. Man benötigt nicht viel Platz allerdings sollte im Umkreis nichts Zerbrechliches oder Dinge, an denen man sich verletzen könnte, stehen.

Grundvoraussetzungen: Bei Jonglieren sollte man entspannt und gerade stehen und gerade aus gucken. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und sich möglichst wenig zu bewegen. Sobald man anfängt, den Bällen "hinterherzujagen", sollte man einen Versuch lieber abbrechen, da man sich die Technik verdirbt und durch den Rhythmusverlust die folgenden Würfe ohnehin vermasselt, auch wenn man einen schwierigen Ball gerade noch so fängt. Kontrolle heißt das Zauberwort.

Auch der Kopf sollte beim Jonglieren möglichst wenig bewegt werden. In allen Übungen werden die Hände etwa in Höhe des Bauchnabels gehalten und sind damit ausserhalb des Sichtfelds. Das Fangen der Bälle passiert also ohne hinzugucken. Die Bälle werden von einer Hand zur anderen in einem Bogen geworfen, dass sie am oberen Punkt durch die obere Hälfte des Sichtfelds fliegen.


1.Übung: Werfen und fangen: Man nimmt nur einen Ball in die rechte Hand und wirft ihn im Bogen hinüber zur anderen Hand, die den Ball auffängt. Wenn das geklappt hat, wirft man den Ball mit der anderen Hand wieder zurück. Wichtig ist dabei, alle Punkte, die in den Grundvoraussetzungen genannt sind, möglichst gut einzuhalten.


2.Übung: Der Wurfkreis: Diese Übung ist ein Zwischenschritt und eine kleine Erweiterung der ersten Übung. Sie dient auch dazu, das Werfen und Fangen zu üben, allerdings mit etwas höherer Geschwindigkeit. Man nimmt in jede Hand einen Ball und wirft den Ball der rechten Hand (Grundvoraussetzungen befolgen). Während der Ball fliegt, übergibt die linke Hand der rechten Hand den Ball (nicht werfen). Anschließend fängt die linke Hand den Ball den die rechte Hand zu Beginn geworfen hat. Die rechte Hand wirft nun so schnell wie möglich den Ball, den sie bekommen hat, und die Übung kann endlos weiterlaufen. Mit einiger Übung kann man hierbei recht hohe Geschwindigkeiten erreichen. Die Übung sollte genauso häufig andersrum geübt werden, wobei die linke Hand den ersten Wurf macht und die rechte Hand die Bälle fangen und dann übergeben muss.


3.Übung: Flugbahn beherrschen: Jede Hand hält einen Ball. Die rechte Hand wirft ihren Ball und genau, wenn der Ball am höchsten Punkt ist, muss die linke Hand ihren Ball werfen. Beide Würfe müssen natürlich die Grundvoraussetzung erfüllen. Damit sich die Bälle nicht im Flug treffen, muss die linke Hand ihren Ball etwas weiter innen entlang werfen (wenn innen der Platz knapp wird, muss man den Ball mit der rechten Hand weiter nach außen werfen). Wenn man beide Bälle gefangen hat, macht man eine Sekunde Pause und wiederholt die Übung. Auch hier sollte man die Übung auch andersherum (die linke Hand wirft den ersten Ball) üben.


4.Übung: Fast-Jonglieren: Eigentlich beherrscht man nach der zweiten Übung die wesentliche Technik. Diese muss nun so verbessert werden, dass man den dritten Ball auch noch werfen kann. Die rechte Hand hält zu Beginn der Übung zwei Bälle, die linke Hand einen Ball. Rechts wirft. Wenn der Ball am höchsten Punkt ist, wirft Links seinen Ball. Wenn dieser Ball am höchsten Punkt ist, wirft Rechts seinen zweiten Ball. Am Ende hat die linke Hand zwei Bälle und die rechte Hand einen. Nach einer kurzen Pause (um selbst wieder zur Ruhe zu kommen) beginnt nun die linke Hand. Dann geht es weiter immer abwechselnd. Wichtig ist, nach jeder Runde eine kurze Pause zu machen.


5.Übung: Jonglieren: Wenn man die vierte Übung sicher beherrscht, spürt man automatisch den Drang, nach einer Runde keine Pause zu machen, sondern einfach weitermachen. Die Bälle werden nicht mehr festgeshalten, sondern gleich weiter geworfen


Weitere Übungen und Tricks

Hier noch einige einfache Varianten, die man ausprobieren kann, nachdem man das Jonglieren beherrscht. Durch Varianten wird das Jonglieren optisch abwechslungsreicher und das eigene Geschick wird neu gefordert:

Überwurf: Gelegentlich unterbricht man den Rhythmus während des Jonglierens, indem man den Ball nicht innen am entgegenkommenden Ball vorbei wirft, sondern außen vorbei.


Greifen: Das Fangen der Bälle ist nach der Zeit recht einfach, wenn die Bälle von oben in die Hand fallen. Wesentlich schwieriger ist es, die Bälle von oben zu greifen. Statt sie also von unten mit der geöffneten Hand einfach in die Hand fallen zu lassen, schnappt man die Bälle in einer schnellen Bewegung an ihrer Oberseite.


Schulterwurf: Statt vor dem Körper kann man zwischendurch auch einmal einen Ball hinter dem Rücken loswerfen, sodass er über die Schulter fliegt. Landen soll er genau da als wäre er vorne lang geworfen. Bis man die dafür nötige Zielgenauigkeit hat, wird man etwas üben müssen.


Übernehmen: Hierzu benötigt man zwei Personen, die beide Jonglieren können. Die erste Person jongliert und die zweite stellt sich mit leeren Händen gegenüber auf. In einem für sie geeigneten Moment fängt sie einen Ball als wäre es ihrer. Auch die folgenden Bälle fängt sie und jongliert ohne Unterbrechung mit ihnen weiter. Die erste Person muss gar nichts tun außer zu jonglieren als wäre sie ganz alleine, alle Hilfestellungen für den zweiten Partner bringen diesen nur durcheinander. Der zweite Partner alleine entscheidet, wann es los geht. Nun erst darf der erste Partner "helfen". Seine Hilfe besteht allerdings nur darin, aufzuhören die Bälle zu fangen, nachdem der Partner übernommen hat.