Kaffee kochen mit einer Kaffeepresse

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Hinweis: Der Autor des Artikels ist kein ausgebildeter Fachmann zum Thema. Alle hier getroffenen Aussagen sind nach bestem Wissen sowie gegebenenfalls nach persönlicher Einschätzung des Autors getroffen. Dabei ist es leider nicht auszuschließen, dass einige Angaben veraltet, irreführend oder sonstwie fehlerhaft sind. Letztendlich liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Lesers, die hier gemachten Angaben zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Informationen einzuholen. Der Autor kann und will darum keine Garantie oder Haftung für Probleme oder Verluste, die trotz oder wegen der Befolgung der hier genannten Ratschläge eintreten, übernehmen. Jeder Leser hat natürlich die Möglichkeit, die folgenden Ratschläge nicht zu befolgen oder sie gar nicht erst zu lesen.


Wie koche ich Kaffee mit einer Kaffeepresse?

Eine Kaffeepresse (auch bekannt als "French Press", "Dänische Kaffeemaschine" oder "Pressstempelkanne") ist ein Behälter mit einem abnehmbaren Sieb, das passgenau in dem Behälter nach unten gedrückt werden kann. Der Pulverkaffee wird einfach zusammen mit heißem Wasser in den Behälter gegeben und kann dort ziehen. Anschließend wird das Kaffeepulver durch Herunterdrücken des Siebs auf den Boden gedrückt, so dass der fertige Kaffee im oberen Teil des Behälters verbleibt. Durch dieses einfache Prinzip erlaubt die Kaffeepresse besonders schnell und mit weniger Kaffeepulver als mit Filterkaffeemaschinen Kaffee zu kochen. Ein Beispiel für eine Kaffeepresse ist der Bodum Chambord Kaffeebereiter (Amazon-Partnerlink), es gibt jedoch zahlreiche Modelle unterschiedlicher Hersteller auf dem Markt.

Durchführung

Der Behälter der Kaffeepresse wird mit der gewünschten Menge von gemählenem Kaffee befüllt. Die Kaffeemenge hängt dabei von der gewünschten Kaffeemenge und von der gewünschten Stärke des Kaffees ab. Bezogen auf eine Wassermenge von einem Liter ergeben drei leicht gehäufte Teelöffel Kaffeepulver einen schwachen Kaffee, fünf leicht gehäufte Teelöffel Kaffeepulver einen mittelstarken Kaffee und sieben leicht gehäufte Teelöffel Kaffeepulver einen starken Kaffee.

Anschließend gießt man kochendes Wasser in die Kaffeepresse. Nach Möglichkeit sollte man nur so viel Wasser dazu gießen, dass am oberen Rand etwa drei Zentimeter leer bleiben, da andernfalls die Gefahr besteht, dass beim späteren Herunterdrücken des Siebs Kaffee verschüttet wird. Es ist nicht nötig, die maximale Wassermenge in die Kanne zu gießen: Wenn man weniger Kaffee haben möchte, kann man entsprechend weniger Wasser eingießen. Da der Kaffee beim Eingießen oft etwas aufschäumt, wird der Flüssigkeitsspiegel nach dem Eingießen meist noch etwa ein bis zwei Zentimeter absacken.

Danach setzt das zugehögige Kaffeesieb locker oben auf den Behälter und nach etwa fünf Minuten drückt man das Sieb langsam bis zum Boden. Der Kaffee ist dann fertig und kann direkt aus der Kanne serviert werden. Das frühe Aufsetzen des Kaffeesiebs direkt nach dem Eingießen bremst das Abkühlen des Kaffees ein wenig. Wenn ein leichtes Auskühlen des Kaffes nicht stört oder sogar erwünscht ist, kann man das Sieb auch erst direkt vor dem Herunterdrücken auf den Behälter setzen. Bei einer vollen Kanne sollte man insbesondere zu Beginn vorsichtig drücken, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Kaffee übersprudelt.

Nach der Benutzung muss das Sieb herausgezogen werden und Sieb und Behälter müssen mit Wasser ausgespült werden. Ich persönlich benutze dazu die Küchenspüle und habe nach jahrelanger Nutzung nie das Problem gehabt, dass das Kaffeepulver den Ablauf verstopft hätte. Angeblich soll das Kaffeepulver beim Durchlaufen des Abflussrohrs sogar eine reinigende Wirkung haben.


Vorteile und Nachteile

Eine Kaffeepresse liegt je nach Modell preislich etwa in der selben Kategorie wie eine herkömmliche Filterkaffeemaschine. Anders als eine Filterkaffeemaschine hat die Kaffeepresse keinen eingebauten Wasserkocher, dafür kann man sie nach Benutzung und Reinigigung problemlos wegstellen. Der gesamte Prozeß des Kaffeekochens dauert nur etwa sechs Minuten. Anschließend braucht man etwa eine weitere Minute zum Ausspülen von Behälter und Sieb. Damit ist das Kaffeekochen mit der Kaffeemaschine eine der schnellsten Arten Kaffee zuzubereiten. Der größte Vorteil der Kaffeepresse ist jedoch, dass sie nur eine sehr geringe Kaffeemenge benötigt, da der Kaffee dauerhaft in direktem Kontakt mit dem Wasser ist. Je nach Art des Kaffeekonsums kommt man mit etwa der Hälfte der Kaffeemenge einer Filterkaffeemaschine aus. Zudem werden keinerlei Verbrauchsmaterialien außer dem Kaffeepulver benötigt und es entsteht kein Abfall für die Mülltonne. Allerdings muss man die Kaffeepresse und auch die Spüle nach jeder Benutzung mit Wasser ausspülen, um die Kaffeereste zu entsorgen. Je nach Qualität der Kaffeepresse hat diese zudem den nicht zu vernachlässigenden Nachteil, dass mehr Kaffeepartikel in den Kaffee gelangen als bei den meisten anderen Methoden. Häufig sieht man am Boden einer leergetrunkenen Kaffeetasse hinterher einen kleinen Bodensatz. Bei ungeübter Nutzung der Kaffeepresse besteht die Gefahr, durch zu schnelles Hineindrücken des Filters, Kaffee zu verspritzen.

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