Benzin sparen

Aus Tipps, Tricks und Anleitungen
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Hinweis: Der Autor des Artikels ist kein ausgebildeter Fachmann zum Thema. Alle hier getroffenen Aussagen sind nach bestem Wissen sowie gegebenenfalls nach persönlicher Einschätzung des Autors getroffen. Dabei ist es leider nicht auszuschließen, dass einige Angaben veraltet, irreführend oder sonstwie fehlerhaft sind. Letztendlich liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Lesers, die hier gemachten Angaben zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Informationen einzuholen. Der Autor kann und will darum keine Garantie oder Haftung für Probleme oder Verluste, die trotz oder wegen der Befolgung der hier genannten Ratschläge eintreten, übernehmen. Jeder Leser hat natürlich die Möglichkeit, die folgenden Ratschläge nicht zu befolgen oder sie gar nicht erst zu lesen.


Wie kann ich beim Autofahren Sprit sparen?

Die Benzinpreise klettern langsam aber unaufhaltsam und das Autofahren wird immer mehr zu einem Kostenfaktor. Der folgende Artikel soll einige Anregungen geben, wie man beim Autofahren Benzin sparen kann. Einige Tipps werden nicht auf jeden zutreffen und die meisten sind bereits seit langem allseits bekannt. Dennoch werden sie nur von wenigen wirklich umgesetzt, weshalb es sich für jeden Autofahrer lohnen kann, die folgenden Tipps zu lesen und zumindest einige davon zu beherzigen. Wer diese Tipps jedoch erfolgreich anwendet, kann mehrere Liter Benzin auf 100 Kilometern Fahrt sparen, was nicht nur den Geldbeutel entlastet, sondern auch die Umwelt schont.

Vorabhinweise

Bei allen Bemühungen, Benzin zu sparen, steht natürlich die Sicherheit im Vordergrund. Es nützt nichts, wenn man mit Tempo 30 auf der Autobahn fährt und so zum Sicherheitsrisiko wird, nur weil man Benzin sparen will. Ebenso ist es gefährlich, wenn man mit einer spritsparenden Fahrweise nicht zurechtkommt und sein Auto auf einer viel befahrenen Kreuzung abwürgt. Oder an einem heißen Sommertag einen Hitzschlag am Steuer bekommt, weil man auf die Klimaanlage verzichtet hat. Alle Tipps sollte man also mit Augenmaß verwenden und nur dann, wenn sie zu einem passen. Insbesondere bei technischen Tipps sollte man zudem auf den Rat seines Herstellers, seiner Werkstatt oder eines anderen Experten hören. Es gibt so viele Automodelle und es ist nicht auszuschließen, dass einige Tipps bei bestimmten Modellen nicht hilfreich sind.

Fahrweise

Durch Änderung seiner Fahrweise kann man eine bedeutende Menge an Benzin sparen. Logischerweise verbraucht ein Auto umso mehr Sprit, je mehr Leistung man von ihm abfordert. Nicht immer bedeutet aber weniger Leistung, dass man weniger Fahrtkomfort in Kauf nehmen muss.

Vorausschauend fahren

Als Faustregel bedeutet vorausschauend Fahren: nicht Bremsen zu müssen. Denn beim Bremsen verschenkt man die Bewegungsenergie die das Auto zuvor durch den Einsatz von Benzin aufgebaut hat. Auf keinen Fall bedeutet dies aber, dass man nicht mehr Bremsen soll, denn Bremsen gehört zum Autofahren und man muss ständig Bremsen in Gefahrsituationen, an Kreuzungen, bei Geschwindigkeitsbegrenzungen und so weiter.

Beim Vorausschauenden Fahren geht es vielmehr darum, bereits im Vorfeld Situationen zu erkennen oder zu vermeiden, in denen man Bremsen muss. Beim Fahren gibt es andauernd Situationen, in denen das vorausfahrende Auto langsamer wird, eine Geschwindigkeitsbegrenzung kommt oder man an einer Kreuzung halten muss. Es geht darum, solche Situationen zu erkennen und nicht noch zusätzlich Gas zu geben, dass man gleich darauf wieder durch Bremsen verliert. Wenn man zum Beispiel eine rote Ampel vor sich hat, kann man rechtzeitig den Fuß vom Gas nehmen und die vorhandene Geschwindigkeit nutzen, um zur Haltelinie zu fahren.

Jede dieser Situationen spart eine kleine Menge Sprit ein, die sich wegen der Vielzahl der Situationen rasch zu einer größeren Spritersparnis aufsummiert. Natürlich muss man die Technik mit Augenmaß benutzen und darf nicht den Verkehr dabei behindern oder gefährden. Wer weiß, dass in einem Kilometer eine Kreuzung kommt und schon dann den Fuß von Gas nimmt und den letzten Kilometer ausrollt, um dann schließlich im Schritttempo an der Kreuzung anzukommen, spart zwar eine Menge Benzin, aber behindert den ganzen nahfolgenden Verkehr, der dadurch ausgebremst wird. Auch sollte man beim vorausschauenden Fahren nicht abrupt seine Geschwindigkeit verlangsamen und so den nachfolgenden Verkehr zum Bremsen zwingen.

Bedenken sollte man, dass, wenn man einfach nur den Fuß vom Gaspedal nimmt, die sogenannte Motorbremse einsetzt. Das heißt, das Auto wird daurch deutlich langsamer und rollt nicht einfach so aus. Wenn man gleichzeitig die Kupplung tritt, wird der Motor ausgekuppelt und entfaltet keine Bremswirkung.

Geschwindigkeit kontrollieren

Neben dem vorausschauendem Fahren kann man durch eine generelle Kontrolle der Geschwindigkeit Benzin sparen. Dies liegt daran, dass bei höheren Geschwindigkeiten der Windwiderstand das Auto immer stärker bremst. Der Windwiderstand bremst das Auto umso stärker, je schneller es fährt. Er wirkt quadratisch mit der Geschwindigkeit, was grob gesagt bedeutet, wenn man die Geschwindigkeit um 50% erhöht, dann steigt der Windwiederstand um 125%. Die starke Wirkung des Windwiderstands kann man allein dadurch erkennen, dass ein Auto nicht beliebig schnell werden kann. Je höher die Geschwindigkeit ist, desto weniger hilft Gas geben, um noch schneller zu werden und irgendwann erreicht man eine Höchstgeschwindigkeit, ab der das Auto gar nicht mehr schneller wird.

Geschwindigkeit kontrollieren ist eine Fahrweise, die nur bei hoher Geschwindigkeit merklich Benzin einspart. Innerhalb von Städten und Ortschaften erreicht man nur geringe Geschwindigkeiten und muss ohnehin andauernd wieder Bremsen. Spareffekte gibt es daher im Wesentlichen auf Autobahnen und unter Umständen auf Landstraßen.

Gleichbleibende Geschwindigkeit

Die meisten Autofahrer fahren je nach Situation so, wie sie gerade denken oder nach einer Richtgeschwindigkeit, die sie versuchen einzuhalten. Eine solche Richtgeschwindigkeit ist prinzipiell sinnvoll, wie folgendes Beispiel zeigt:

Beispiel: Zwei Autofahrer fahren eine Strecke von 250 Kilometern. Der erste fährt eine Stunde mit 100km/h und eine Stunde mit 150km/h und ist nach zwei Stunden am Ziel. Der zweite Fahrer fährt durchgehend 125km/h und braucht ebenfalls zwei Stunden. Der Windwiderstandsfaktor der beiden Fahrer ist jedoch unterschiedlich:

Fahrer 1: 100*100*1 + 150*150*1 = 32500 Fahrer 2: 125*125*2 = 31250

Der Windwiderstand von Fahrer 1 beträgt etwa 104% von Fahrer 1 (32500 / 31250). Er verbraucht mehr Benzin, obwohl beide gleich schnell am Ziel ankommen. Eine gleichbleibende Geschwindigkeit ist also sparsamer als eine wechselnde Geschwindigkeit.

Langsamer fahren

Während eine gleichbleibende Geschwindigkeit zwar einen merklichen aber geringeren Spareffekt hat, kann langsamer fahren eine große Menge Benzin sparen. Allerdings ist es aber weniger beliebt, weil... man eben langsamer fährt. Schauen wir einmal nach dem rechnerischen Effekt:

Beispiel: Zwei Autofahrer fahren eine Strecke von 250 Kilometern. Der erste fährt mit 150km/h und ist nach 1,67 Stunden am Ziel. Der zweite Fahrer fährt 100km/h und braucht 2,5 Stunden. Der Windwiderstandsfaktor der beiden Fahrer ist nun deutlich unterschiedlich:

Fahrer 1: 150*150*1,67 = 37575 Fahrer 2: 100*100*2,5 = 25000

Der Windwiderstand von Fahrer 1 beträgt etwa 150% von Fahrer 1 (37575 / 25000). Er verbraucht also deutlich mehr Benzin für die gleiche Strecke, dafür ist er allerdings auch 50 Minuten früher am Zielort. Die Frage nach der optimalen Geschwindigkeit muss jeder für sich selbst beantworten, wobei es keine klare Lösung gibt, denn die wenigsten Autofahrer geben auf der Autobahn ständig Vollgas und fahren ihr Auto bis zum Maximum, um koste es was es wolle, möglich schnell anzukommen. Andererseits fährt auch kaum jemand mit der geringsten gerade noch erlaubten Geschwindigkeit, um möglichst viel Benzin zu sparen. Es bietet sich jedoch an, für sich eine gleichbleibende Geschwindigkeit zu finden, die man einhält, wenn es möglich ist. Dabei sprechen folgende Argumente für eher langsamere Geschwindigkeiten:

  • deutlich geringerer Benzinverbrauch
  • entspannteres Fahren
  • hohe Geschwindigkeit bedeutet meist mehr Risiko
  • hohe Geschwindigkeit fordert meist mehr Interaktion und man muss wesentlich öfter überholen oder wegen dem vorausfahrenden Verkehr abbremsen und ist stärker von Geschwindigkeitsbegrenzungen betroffen.

Niedrigtourig fahren

Wenn man spät in den nächsten Gang schaltet, hört man wie der Motor immer stärker aufheult (hochtouriges Fahren) und wie er wieder ruhiger wird, wenn man in den nächsthören Gang schaltet (niedrigtouriges Fahren). Ein Motor verbraucht im hochtourigen Bereich üblicherweise deutlich mehr Kraftstoff als im niedrigtourigen Bereich. Aus diesem Grund sollte man möglichst früh die Gänge wechseln und sie nicht "voll ausfahren".

Einige Spartipps empfehlen, bereits bei 50km/h in den vierten Gang zu schalten. Letztlich sollte man aber selber gucken, in welchem Bereich man sich selber am wohlsten fühlt, denn niedrigtouriges Fahren bedeutet, dass das Auto langsamer beschleunigt und bei zu hohen Gängen bei zu geringer Geschwindigkeit sogar ausgehen kann. In kritischen Situationen, in denen man auf hohe Beschleunigung angewiesen ist, wie beim Anfahren am Berg oder auf dem Beschkleunigungsstreifen an einer Autobahnauffahrt, sollte man nicht zu früh hochschalten. Aber solange man sich wohl dabei fühlt gilt die Faustregel: je höher der Gang bei gleicher Geschwindigkeit, desto geringer ist der Spritverbrauch.

Technische Aspekte

Auch bei dem Fahrzeug selbst läßt sich der Verbrauch vermindern, indem man dessen technische Parameter verändert. Natürlich kann man eine Menge Benzinkosten sparen, indem man sein Fahrzeug wechselt und ein sparsameres Modell wählt. Da dies jedoch ein hoher Aufwand ist, kommt das für die meisten Menschen nur in Frage, wenn ohnehin ein Fahrzeugkauf ansteht. Aber auch mit seinem jetzigen Auto gibt es Möglichkeiten, Sprit zu sparen.

Motoreinstellung optimieren

Ein Motor funktioniert innerhalb bestimmter Parameter und derselbe Motor kann je nach Einstellung unterschiedliche Leistung bringen und unterschiedlichen Verbrauch haben. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass es "Fahrzeugtuner" gibt, die Motoren "aufmotzen", um mehr Leistung aus ihnen herauszuholen. Als normaler Autofahrer ist man an solchen extremen Dienstleistungen eher weniger interessiert. Doch gerade bei älteren Motoren lohnt es sich unter Umständen, bei einem ohnehin anstehenden Werkstattbesuch auch die Motoreneinstellungen vom Fachpersonal überprüfen zu lassen. Ein schlecht eingestellter Motor hat eine geringere Leistungsfähigkeit und einen höheren Verbrauch als ein Motor, der innerhalb richtiger Parameter läuft.

Reifen und Reifendruck

Neben dem Windwiderstand verliert das Auto Geschwindigkeit durch den Rollwiderstand der Reifen auf der Straße. Dieses läßt sich nicht vollständig vermeiden, aber durch die Wahl des richtigen Reifens kann man größere Mengen an Benzin einsparen. Insbesondere zu breite Reifen haben dabei oft einen hohen Spritverbrauch. Wenn ohnehin ein Reifenwechsel ansteht, sollte man gezielt auf spritsparende Reifen achten.

Neben einem kompletten Reifenwechsel kann man auch bei den bestehenden Reifen den Spritverbrauch durch den Luftdruck beeinflussen. Hier gilt die Faustformel, dass ein hoher Reifendruck zu weniger Spritverbrauch führt. Allerdings sollte man Reifen nur innerhalb ihrer Betriebsparameter benutzen, sowohl ein zu hoher als auch ein zu geringer Reifendruck sind ein Sicherheitsrisiko. Aus diesem Grund sollte man den Reifendruck ohnehin regelmäßig kontrollieren. Dazu gibt es an den Tankstellen Druckmeßgeräte, mit denen man selbst auch Reifen aufpumpen kann. Den empfohlenen Reifendruck der Autohersteller findet man meist auf einem Aufkleber in der Seite der geöffneten Fahrertür.

Elektrische Geräte

Elektrische Geräte im Auto werden üblicherweise von der Autobatterie betrieben. Die Autobatterie wiederum wird durch den Motor aufgeladen. Dieses Aufladen gibt es nicht umsonst, sondern es verbraucht Benzin. Daher kann man den Benzinverbrauch senken, wenn man auf den Einsatz von elektrischen Geräten wie Stereoanlage und Klimaanlage verzichtet. Insbesondere eine Klimaanlage kann den Benzinverbrauch deutlich erhöhen. Selbstverständlich muss man auf diese Geräte nicht komplett verzichten, man sollte sich nur bewußt sein, dass diese bei Weitem nicht kostenlos laufen und sie daher nicht benutzen, wenn es nicht notwendig ist. In älteren Fahrzeugmodellen in denen es noch keine Klimaanlagen gab, benutzte man hauptsächlich die Fahrzeuglüftung. Diese saugt Luft von außen an und verbraucht nur wenig Energie für den Lüftungsventilator.

Zuladung und Zubehör

Ein vollbeladenes Auto fährt deutlich schwerer an als ein leichtbeladenes Auto. Daher sollte man vermeiden, unnötiges Gepäck mit sich zu führen. Dabei geht es nicht um Kleinteile, denn da ein Auto üblicherweise 600kg und mehr wiegt, macht ein Kilogramm mehr oder weniger den Kohl nicht fett. Wer allerdings seinen Kofferraum als Lagerraum verwendet und darin viele Dinge ansammelt, die man eigentlich immer mal ausladen wollte, der sollte dies auch tun, denn jedes Kilo mehr muss auch beschleunigt werden.

Das gleiche gilt für außen am Fahrzeug angebrachtes Zubehör wie Fahnenwimpel oder Dachgepäckträger. Diese erhöhen nicht nur das Gewicht, sondern insbesondere auch den Luftwiderstand. Das Auto wird durch sie weniger "windschnittig" und verbraucht insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten deutlich mehr Treibstoff. Wenn man sicher ist, solche Anbauten längere Zeit nicht mehr zu benötigen, sollte man sie möglichst zwischenzeitlich abmontieren.

Sonstige Aspekte

Fahrten reduzieren

Die größte Spriteinsparung hat man logischerweise, wenn man gar nicht erst mit dem Auto fährt. So banal wie diese Erkenntnis klingt, so wenig wird sie beachtet. Doch jede Fahrt, die man sich erspart, hat eine Spritersparnis von 100%. Daher sollte man sich jedesmal überlegen, ob eine Fahrt überhaupt nötig ist. Hinzu kommt, dass, wer seine Fahrten deutlich reduzieren kann, ein zusätzliches Sparpotential hat, wenn er dahin kommt, dass er kein Auto mehr braucht. Dies spart nicht nur Benzin, sondern alle Betriebskosten und Steuern. Diese Ersparnis ist so groß, dass es sich sogar dann rechnen kann, wenn man für gelegentliche Fahrten dann ein Taxi benutzen muss.

Kurzstrecken

Gerade bei kurzen Strecken ist der Benzinverbrauch vergleichsweise hoch, da der Motor noch kalt ist und mehr Benzin verbraucht als wenn er sich auf seine Betriebstemperatur aufgewärmt hat. Kurze Strecken treten zudem häufig im Stadtverkehr auf und bedeuten Ampeln, Umwege und Parkplatzsuche. Nicht selten ist man zu Fuß oder mit dem Fahrrad genauso schnell oder sogar schneller am Ziel.

Mitfahren

Die meisten Autos sind mit nur einer Person besetzt, weil jeder eben sein eigenes Auto besitzt. Wer jedoch regelmäßig fährt oder längere Strecken fährt, kann viel Geld durch gemeinsames Fahren sparen. Dies bietet sich insbesondere für Arbeitskollegen bei Pendlern an. Für längere Strecken gibt es Mitfahrzentralen, bei denen man sowohl Mitfahrer für bestimmte Strecken suchen kann (die einem dann einen Teil der Benzinkosten erstatten) oder bei denen man kostengünstig mitfahren kann.

Einige Beispiele für solche Mitfahrzentralen sind:

Billiger tanken

Zusätzlich sparen kann man, wenn man nicht nur den Benzinverbrauch reduziert, sondern Benzin billiger tankt.

Benzinsorte

Einige Autofahrer versuchen, ihr Auto mit einer anderen Benzinsorte zu betanken, die billiger ist. Dabei tanken sie zum Beispiel normales Benzin, weil es billiger ist, obwohl ihr Auto eigentlich für Superbenzin vorgesehen ist. Oder sie tanken zumindest abwechselnd das eine und das andere. Etliche Autos vertragen das falsche Betanken klaglos, dennoch ist davon eher abzuraten. Denn zum einen ist die Gefahr groß, dass es deswegen irgendwann zu einem Motorschaden kommt. Zum anderen kann es passieren, dass man aus einem anderen Grund einen Motorschaden hat, aber man dann nicht nachweisen kann, dass dieser nicht am falschen Benzin liegt und man daher Garantieansprüche verliert.

Tankstelle wählen

Die Benzinpreise an den Tankstellen unterscheiden sich je nach Lage und Mineralölkonzern oft um mehrere Cent und wer regelmäßig tanken muss, kann an einer billigen Tankstelle die gleiche Kraftstoffsorte deutlich preiswerter erwerben. Es lohnt sich zwar nicht unbedingt, eine große Extrastrecke zu einer billigeren Tankstelle zu fahren, weil die Zusatzstrecke eben auch Zeit und Benzin kostet, doch häufig gibt es in unmittelbarer Nähe des Weges, den man ohnehin lang fährt, verschieden teure Tankstellen. Im Internet gibt es Preisvergleichsseiten, die einem helfen können, die aktuell billigste Tankstelle herauszufinden:

Fahrtenbuch führen

Der Benzinverbrauch ist ein Praxiswert und läßt sich selbst von Experten nicht absolut genau ausrechnen. Wer wissen will, wie viel Benzin er verbraucht oder wie viel benzin er durch eine veränderte Fahrweise einspart, kann sich überlegen, ein Fahrtenbuch zu führen. Dabei beginnt man das Fahrtenbuch am Besten mit einem vollen Tank und sammelt von da an die Tankquittungen, auf denen die Benzinpreise und die getankte Benzinmenge stehen. Außerdem notiert man zu jedem Tankstellenbesuch (insbesondere beim ersten) den Kilometerstand auf dem Tacho.

Dies spart zwar selber kein Benzin, gibt einem aber einen Überblick über den tatsächlichen Benzinverbrauch. Insbesondere kann man zunächst einmal den Verbrauch mit seiner jetzigen Fahrweise überprüfen, in der man unverändert fährt und diese nach einer Weile auf eine sparsamere Weise umstellen, um zu erkennen, ob und wie viel Benzin man durch die Veränderungen tatsächlich spart.

Die Methode eines Fahrtenbuchs ist natürlich etwas ungenau, insbesondere wenn man nicht täglich genau die gleichen Strecken fährt, aber immerhin kann man so erkennen, ob sich die Veränderungen lohnen oder nicht.