Literaturagenten beauftragen

Aus Tipps, Tricks und Anleitungen
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Hinweis: Der Autor des Artikels ist kein ausgebildeter Fachmann zum Thema. Alle hier getroffenen Aussagen sind nach bestem Wissen sowie gegebenenfalls nach persönlicher Einschätzung des Autors getroffen. Dabei ist es leider nicht auszuschließen, dass einige Angaben veraltet, irreführend oder sonstwie fehlerhaft sind. Letztendlich liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Lesers, die hier gemachten Angaben zu überprüfen und gegebenenfalls weitere Informationen einzuholen. Der Autor kann und will darum keine Garantie oder Haftung für Probleme oder Verluste, die trotz oder wegen der Befolgung der hier genannten Ratschläge eintreten, übernehmen. Jeder Leser hat natürlich die Möglichkeit, die folgenden Ratschläge nicht zu befolgen oder sie gar nicht erst zu lesen.


Wie finde ich einen Literaturagenten und wie kann er mir helfen, einen Verlag zu finden?

 

Die Arbeit eines Literaturagenten

Leistungen eines Literaturagenten

Ein Literaturagent ist ein Dienstleister, der es für einen Autoren übernimmt, einen Verlag zu suchen. Darüber hinaus unterstützt ein Literaturagent den Autoren üblicherweise beim Vertragsabschluss und begleitet ihn mit Rat und Tat bei allen Fragen, die im Zusammenhang mit der Veröffentlichung stehen und berät ihn in seiner Außendarstellung. Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass Agenten in anderen Branchen, wie etwa der Musikbranche, ähnlich arbeiten und man die hier vorgestellten Hinweise übertragen kann.

Der Vorteil eines Literaturagenten besteht darin, dass dieser die Verlagsszene besser kennt als der Autor und entscheiden kann, welche Verlage an einem vorliegenden Manuskript interessiert sein könnten. Auf diese Weise kann der Agent Verlage auftun, die der Autor gar nicht in Betracht gezogen hätte und umgekehrt vermeiden, Verlage zu kontaktieren, bei denen das geplante Buch gar nicht ins Verlagsprogramm passt. Darüber hinaus nimmt einem der Literaturagent nicht nur die Arbeit ab, die Verlage herauszusuchen und anzuschreiben, sondern wird im Idealfall bereits über Kontakte zu den Verlagsmitarbeitern verfügen. Ohnehin kann man davon ausgehen, dass Verlage die Manuskriptvorschläge, die von einem Literaturagenten kommen, eher in Betracht ziehen als Vorschläge, die direkt von einem, ihnen unbekannten, Autoren kommen.

Um die Chancen des Manuskripts zu erhöhen, wird ein Literaturagent zumeist vor dem Kontakt zu den Verlagen versuchen, das Manuskript in Zusammenarbeit mit dem Autoren zu überarbeiten und ihm Verbesserungsvorschläge machen.

Kosten eines Literaturagenten

Ein seriöser Literaturagent arbeitet kostenlos und wird keinerlei Gebühren vom Autoren verlangen. Seine Bezahlung erhält ein Literaturagent in der Regel erst im Erfolgsfall, wenn tatsächlich ein Vertrag mit einem Verlag geschlossen wurde. In dem Fall erhält ein Autor einen Anteil von üblicherweise 10-20% von allen aus dem Buch erzielten Einnahmen des Autors. Dies beinhaltet meist nicht nur die → Tantiemen aus dem Buchverkauf, sondern auch die Einnahmen aus Lesungen, sowie eventuellen Filmrechten und Merchandising. Für diese Neben- und Zusatzeinkünfte gelten dabei oftmals andere Prozentanteile.


Literaturagent suchen

Die Suche nach einem Literaturagenten ist ähnlich wie die Suche nach einem Verlag. Sofern man keine persönlichen Kontakte hat oder einen Agenten empfohlen bekommt, kann man am besten im Internet suchen, da die meisten Literaturagenten eine eigene Webseite betreiben. Dabei sollte man bedenken, dass ein Literaturagent keinen Freifahrtschein für die eigene Buchveröffentlichung darstellt, sondern genauso wie ein Verlag strenge Qualitätsansprüche hat. Ein seriöser Literaturagent wird nur aus seiner Sicht gute und Erfolg versprechende Manuskripte annehmen, schließlich setzt er für das Manuskript seine zunächst kostenlose Arbeitszeit ein und würde zudem mit schlechten Vorschlägen seine besondere Respektstellung gegenüber den Verlagen verlieren. Ebenso wie bei der Einreichung eines Manuskripts bei einem Verlag, sollte man daher vor der Anfrage bei einem Literaturagenten sein Werk gründlich überarbeiten und genau prüfen, ob es für eine Veröffentlichung geignet ist. Das bedeutet nicht nur, dass es inhaltlich hochwertig ist, sondern auch, dass es einen Markt geben muss, der dieses Buch in großer Stückzahl kaufen wird. Prinzipiell ist es durchaus möglich und auch üblich, noch unfertige Entwürfe bei einem Agenten einzureichen. Wichtig ist aber, dass das bereits vorhandene Material eine hohe Qualität erkennen lässt und eine Fertigstellung in absehbarer Zeit möglich ist.

Ein Literaturagent wird üblicherweise mit den ganz großen, sogenannten "Publikumsverlagen" arbeiten. Denn nur diese können die hohen Stückzahlen verlegen, dass sich das Werk für den Autoren, und damit für den Agenten selbst, finanziell lohnt. Insofern sollte der erste Blick des Autoren immer auf die Referenzen des Agenten schauen und prüfen, welche Bücher und bei welchen Verlagen der Agent bereits erfolgreich vermittelt hat. Der zweite Blick sollte den Autoren gelten, die von der Agentur vertreten werden. Diese sind ebenfalls eine Referenz für den Verlag. Zum Anderen erlaubt der Blick auf die Autoren und die bereits vermittelten Bücher eine erste Einschätzung, ob der Agent für einen Autoren geeignet ist. Idealerweise vertritt der Agent zumindest einige Autoren, die man kennt und mit denen man sich als Autor vergleichen würde. Sollten die Autoren zu stark von der eigenen Leistungsfähigkeit oder von eigenen Genre abweichen, sollte man besser einen anderen Agenten wählen.


Zusammenarbeit mit einem Literaturagenten

Vertragsfragen

Wie bei allen geschäftlichen Vereinabrungen, sollte man den Vertrag eines Literaturagenten genau lesen, bevor man ihn unterschreibt. Wichtige Kriterien neben den dort festgelegten Provisionsprozenten sind insbesondere der Umfang der Umsorgung durch den Agenten. Häufig wird der Agent das gesamte literarische Schaffen eines Autoren vertreten wollen, was auch bisherige oder zukünftige Veröffentlichungen umfassen kann. Außerdem ist es üblich, dass sich ein Agent vertraglich festschreiben lässt, seine Provision auch dann zu erhalten, wenn ein Buchvertrag zwischenzeitlich auf anderem Weg und ohne sein Zutun zustande gekommen ist. Letzteres ist insofern verständlich, als der Agent ja trotzdem seine Arbeit geleistet hat. Wenn man also eigene Kontakte hat, sollte man diese eventuell vor dem Vertragsschluss mit dem Agenten ausnutzen. Natürlich ist es im Einzelfall immer möglich, einzelne Vertragspunkte auf die speziellen Bedürfnisse des Autoren anzupassen.

Zusammenarbeit

Im Idealfall ist ein Agent nicht nur der wirtschaftliche Vermarkter und der Vertreter gegenüber den Verlagen, sondern steht dem Autoren auch sonst nach Kräften bei. Diese Zusammenarbeit kann einen Autoren zusätzlich inspirieren oder ihn von unnötiger Arbeit entlasten. Diese Unterstützung liegt durchaus auch im Interesse des Agenten, der ja davon profitiert, wenn der von ihm vertretene Autor Erfolg hat. Umgekehrt ist ein Literaturagent allerdings meist nicht zu verwechseln mit einem 24h-Rundum-Sorglos-Paket und man sollte immer bedenken, dass man nicht der einzige Autor ist, um den sich ein Agent kümmern muss.

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